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Container-Terminal ist in der Planung

20.09.2003 / WAZ / LOKALAUSGABE / GELSENKIRCHEN

Serie siebter und letzter Teil: Stadthafen will von internationalen Kooperationen profitieren

Von Michael Muscheid

Der Stadthafen schaut nach vorn: Mit internationalen Kooperationen will Gelsen-Log die Wirtschaftlichkeit verbessern. Keine Vision mehr ist in diesem Zusammenhang auch das: der Bau eines Container-Terminals.

Für den Geschäftsführer der Gelsenkirchener Logistik-, Hafen- und Servicegesellschaft (Gelsen-Log), Günther Friedrich, hat der Blick über die Grenzen "existenzielle Bedeutung". Zu lange sei der Hafen "nur verwaltet" worden, zu lange hätten die Verantwortlichen "darauf gewartet, dass andere auf uns zukommen." Im Zeitalter der Globalisierung, des steigenden Wettbewerbs, sei das nicht länger hinnehmbar.
Ins Boot holen will Gelsen-Log keine geringeren als die Großen: die Häfen Amsterdam, Antwerpen und Rotterdam. Friedrichs Überlegung: Werden von dort aus mehr Güter nach Gelsenkirchen geschickt, dann profitieren beide Seiten davon. In dieser Stadt, gibt sich der Diplom-Ingenieur optimistisch, könnte dann auch das zarte Pflänzlein Container-Umschlag erblühen.

Koen Overtoom, Vertreter des Hafens Amsterdam, will mit einer Kooperation auch die vielen Leerfahrten der Schiffer verringern, die seinen Hafen anlaufen - immerhin gut 40% seien es. Zweimal pro Woche beispielsweise würden Kohlen nach Gelsenkirchen verschifft, berichtet er, zurück gibt's kaum Ladung. Würden dafür keine Güter gefunden, fürchtet Overtoom, "suchen sich die Schiffer andere Häfen."
"Ladungsströme optimieren" will Hans-Georg Göldner, Repräsentant des Hafens Rotterdam. Hier gelte es zusammenzuarbeiten, um gemeinsam die billigsten Transportwege zu finden und aufzubauen. "Die Multiplikatoren sind endlos", meint Göldner.

Wie er setzt auch Heinz Iffland, der Hafen-Repräsentant Antwerpen, darauf, dass Firmen in Zeiten von Lkw-Maut und steigenden Benzinpreisen neu über Logistik nachdenken. "Aus alter Gewohnheit" sei vieles eingelaufen, Spediteure und Unternehmen sollten nun verstärkt zusammenarbeiten, "neue Transportwege finden".
"Schritt für Schritt", mit den Häfen in Holland und Belgien, soll der Container-Umschlag - heute 1200 Stück im Monat - erhöht werden. Und: "Die Chance sogar für eine Verdoppelung der Zahl ist da", meint der Gelsen-Log-Chef. Alles andere als utopisch ist für ihn deshalb der Bau eines Container-Terminals - mit Partnern. "Eine maßgebende Rolle" würde ein im Stadthafen alles andere als unbekanntes Unternehmen spielen: die Spedition Siefert.

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